

Im GeoPark Karnische Alpen liegt eines der wenigen Vorkommen an verkieselten Baumstämmen Österreichs. Diese Baumstämme wurden 2012 an der Universität Innsbruck im Rahmen einer Bachelorarbeit von Johanna Kothe, betreut von Univ. Prof. Dr. Karl Krainer, erstmals näher untersucht. V.a. sollten die Ablagerungs- und Verkieselungsbedingungen rekonstruiert werden.
Die gesamte Bachelorarbeit von Johanna Kothe finden Sie hier.
_____________________________________________________
...und endet mit einem Workshop in den Karnischen Alpen.
Das kürzlich gestartete Projekt hat die Erforschung des Klimawandels sowie die Biodiversität im mittleren Paläozoikum zum Inhalt.
Mit der Auftaktkonferenz zu diesem Projekt in Graz wird der Stand des Wissens über die Biodiversität im Devon und Karbon diskutiert.
Für die 2. Hälfte der Konferenz ist ein Geländeworkshop in den Einheiten des Devons und Karbons in den Karnischen Alpen geplant.
_____________________________________________________

Unter der Leitung von Karl Krainer, Universität Innsbruck, untersucht ein internationales Forscherteam seit 2008 zyklische Sedimente und Algenriffe im Unterperm der Karnischen Alpen. Die Untersuchung der Sedimentzyklen soll Hinweise auf die Faktoren liefern, die zur Entstehung der Zyklen geführt haben. Die Untersuchung der Algenriffe am Trogkofel soll zeigen, welche Organismen die Riffe aufgebaut haben, unter welchen Umweltbedingungen die Riffe entstanden sind und welche Ausdehnung sie hatten.
_____________________________________________________

Seit 2008 gibt es Workshops in den Karnischen Alpen, welche als Kommunikationsplattform für alle in den Karnischen Alpen tätigen ForscherInnen dienen und die internationale Zusammenarbeit in den Karnischen Alpen verstärken soll.
____________________________________________________

Seit 1977 erforscht Univ. Prof. Dr. Dirk van Husen die Quartärgeologie und die Klimageschichte im unteren Gailtal (Arnoldstein, Nieselach). Zustätzlich wurden die eiszeitlichen Ablagerungen und Erschei-nungen im Gailtal, in den Karnischen und in den Gailtaler Alpen von Hermagor über den Kartitscher Sattel bis Sillian kartiert.
____________________________________________________

Erste Erfahrungen mit dem Oberkarbon der Karnischen Alpen machte Gunnar Schraut im Sommer 1973. Viele Brachiopoden aus den braunen Sandsteinen im Naßfeld-Gebiet waren die Ausbeute und Grundlage für sein bis heute anhaltendes Interesse an Fossilien und deren Bearbeitung.
____________________________________________________

Devonische Riffgemeinschaften und deren Korrelation mittels Mikrofossilien und Geochemie untersucht Thomas Suttner von der Universität Graz. Er ist seit 2004 in den Karnischen Alpen tätig.
____________________________________________________

An einer Zusammenfassung über die devonischen Flachwasserkarbonate der Karnischen Alpen arbeitet zurzeit Dr. Susanne Pohler (University of Southern Pacific, Fidji). Diese soll helfen, die stratigraphische Nomenklatur auf beiden Seiten (Österreich, Italien) des Hauptkammes zu korrelieren.
____________________________________________________

Geologische Forschungen in kalkigen Schicht- folgen aus dem Silur und Devon wurden von einem Forscherteam rund um Prof. Dr. Carlo Corradini (Cagliari), Dr. Luca Simonetto (Udine), Dr. Monica Pondrelli (Pescara), Dr. Paolo Serventi (Modena), Dr. Maria G. Corriga (Cagliari). betrieben. Die wissenschaftlichen Untersuchungen begannen im Jahr 1999. Sie werden zurzeit im gesamten italienischen Anteil der Karnischen Alpen weitergeführt.
____________________________________________________

Mit den silurischen Nautiliden der Karnischen Alpen hat sich intensiv die 1964 in Irland geborene Geologin Kathleen Histon befasst. Sie startete 1993 ihre ersten systematischen Untersuchungen in den Karnischen Alpen, mit der Beschreibung von Cephalopoden (=Kopf- füßer, welche zum Stamm der Weichtiere gehören) aus dem Silur.
____________________________________________________

Dr. Petr Storch konzentriert sich auf die Graptolithen (=Schriftsteine) in den Profilen Cellon, Oberbuchach und dem Wasserfall-Profil unter der Zollnersee-Hütte in den Karnischen Alpen. Dadurch konnten weltweit auftretende dramatische Umweltänderungen auch für die Karnischen Alpen bestätigt werden, die in Zusammenhang mit der spät-ordovizischen Vereisung stehen.
____________________________________________________

Das Altpaläozoikum der Karnischen Alpen wurde intensiv von Annalisa Ferretti be- arbeitet. Annalisa Ferretti ist seit November 2002 Professorin für Paläontologie an der Universität in Modena. In den Karnischen Alpen spezialisierte sie sich auf die paläoöko- logischen und stratigraphischen Besonder- heiten der Orthoceren in den Kalkablagerungen des Silurs.
____________________________________________________

David A.T. Harper ist Professor für Paläonto- logie an der Universität in Kopenhagen, Däne- mark und konzentriert sich in den Karnischen Alpen auf ordovizische Brachiopoden. Im September 2008 wurde hier im Gebiet der Cellon-Alm eine bisher nicht bekannte Tief- wasser-Brachiopoden-Fauna gefunden.
____________________________________________________

Eine lithostraphische Gliederung der Gesteine in den Karnischen Alpen wurde von Dr. Corrado Venturini, Dr. Maria-Christina Perri, Dr. Monica Pondrelli und Dr. Claudia Spalletta durchgeführt. Diese Arbeiten laufen seit 1976 in verschiedenen Gebieten des italienischen Teils der Karnischen Alpen.
____________________________________________________

Diese Untersuchungen starteten im Jahr 1995 und betreffen alle aufgeschlossenen Gesteins- abfolgen dieser Zeitabschnitte auf der italienischen Seite der Karnischen Alpen. Die beteiligten Forscher sind Dr. Claudia Spalletta, Dr. Maria-Christina Perri, Prof. E. Farabegoli, Dr. Monica Pondrelli.